Netzerweiterung oder Ausbau?

© Rolf Handke / PIXELIO, www.pixelio.de

Seit Jahren werden Projekte der erneuerbaren Energien durch Bürgerinitiativen blockiert. Die schuld am Versagen wird dabei hin und hergeschoben.

So wirft die CSU den Grünen vor gegen den Netzausbau zu agieren. Die Grünen wiederum werfen der CSU vor, nicht selten durch deren Politiker für Bürgerbegehren gegen Standorte zu sorgen.

Was auch immer am Ende stimmt, sollte angesichts der Forderungen durch die Bevölkerung, endlich ein echtes Umdenken in Bayern hervorrufen.

Die Grünen haben recht, wenn sie die umstrittenen Leitungen nicht als der Weisheit letzter Schluss sehen. Denn ob von den Leitungen nicht doch Gesundheitsgefährdende Emissionen ausgehen, wird je nach Gutachter, mal bestritten mal belegt.

Die CSU wiederum sollte endlich ihre Blockadepolitik bei der Erschließung von Windkraft- oder solaranlagen aufgeben. Denn nur auf den Ausbau der Netze zu setzen bedeutet hier, wir wollen zwar die Energie, nicht aber die Kraftwerke.

Der Ausbau ist allerdings allein schon deshalb umstritten, weil beispielsweise EON das Netz an die niederländische Firma Tennet verkauft hat. Auch andere Energieunternehmen haben dies getan. Dies geschah nach einer Anordnung der EU, die so eine bessere Wettbewerbssituation schaffen wollte.

Als Kompromiss also sollten beide Seiten darüber reden, mehr erneuerbare Kraftwerke in Bayern zuzulassen, aber auch bedingt den Ausbau nach bedarf zu forcieren.

Tschernobyl, Harrisburg und nicht zuletzt Japan haben zum einen gezeigt, das Atomkraft zwar Technisch machbar ist, das aber die Natur immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen wird. Die Menschen, und damit nicht zuletzt die Wähler, fordern mit Nachdruck endlich die Brückentechnologie Atomkraft ins Endlager zu verbringen. Ein Endlager das für die Strahlenden Abfälle noch immer nirgends in Deutschland existiert.

Über Holger Plückhahn

Schluß mit Politik. Her mit den Volksvertretern!
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